FNT Command 14.6: Neue Funktionen für mehr Transparenz und Effizienz
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Mit FNT Command 14.6 stellt FNT das neueste Long-Term Release seiner Plattform für das integrierte Management von IT-, Rechenzentrums- und Netzwerkinfrastrukturen vor. Im Fokus stehen mehr Transparenz, höhere Anpassbarkeit und eine verbesserte Nutzung von Infrastrukturinformationen im täglichen Betrieb.
Wir haben mit zwei Teammitgliedern des FNT Product Managements über die wichtigsten Neuerungen gesprochen.
Was war der Fokus bei FNT Command 14.6?
Bernd Pratschke, Head of Portfolio Management:
Der zentrale Fokus lag darauf, Infrastrukturinformationen in einen nutzbaren Kontext zu bringen. Viele Unternehmen verfügen heute über große Datenmengen, die jedoch oft fragmentiert sind und sich nur schwer für operative Entscheidungen nutzen lassen.
Mit Version 14.6 haben wir gezielt daran gearbeitet, die Infrastrukturtransparenz zu verbessern – insbesondere durch die Darstellung von Monitoring-Informationen in Command und eine noch flexiblere Dokumentation von Kabeln. Gleichzeitig haben wir die Anpassbarkeit und Benutzerfreundlichkeit weiterentwickelt, um Kunden noch besser beim Infrastrukturmanagement zu unterstützen.
Wie verbessert Command 14.6 die Transparenz im laufenden Betrieb?
Bernd Pratschke:
Ein zentraler Baustein ist die neue Funktion Infrastructure Element Health. Zustandsinformationen der einzelnen Infrastrukturelemente werden direkt in der Command-Oberfläche sichtbar gemacht, ohne dass Command selbst zum Monitoring-System wird. Wir kombinieren dafür verschiedene Signale: Schwellenwertverletzungen aus Monitoring-Systemen, „Last Seen“-Zeitstempel sowie Indikatoren zur Dokumentationsqualität.
Diese Informationen können flexibel eingebunden werden, aus einer eigenen Datenbank, aus Drittsystemen wie etwa Paessler PRTG oder auch mittels FNT Infrastructure Health & Monitoring. Das ermöglicht eine schnelle, konsolidierte Bewertung des Infrastrukturzustands.
Welche Verbesserungen gibt es im Kabelmanagement?
Stefanie Siegel, Product Manager:
Mit diesem Release erweitern wir die Unterstützung für einseitig angeschlossene und nicht verbundene Kabel auf Object Management, Connections, Navigator und Signal Tracing, Dies erweitert die Grundlage, die wir im vorherigen Release gelegt haben. In der Praxis bedeutet das: Planungsprojekte müssen nicht mehr auf einen vollständigen Kabelplan warten, bevor die Dokumentation beginnt. Teams erfassen Kabel in dem Zustand, in dem sie vorliegen, reichern sie iterativ mit Informationen an und schließen offene Endpunkte ab, sobald die Entscheidungen gefallen oder die physischen Voraussetzungen geschaffen sind.
Genau das entspricht der Realität vieler Infrastrukturprojekte, in denen Planung, Beschaffung und Installation selten synchron verlaufen. Kabel lassen sich damit realistischer abbilden und bestehende Strukturen gezielt weiterentwickeln, ohne auf einen vollständigen Systemzustand warten zu müssen.
Welche neuen Möglichkeiten bietet Command 14.6 im Bereich Sustainability Reporting?
Bernd Pratschke:
Nachhaltigkeit ist inzwischen ein fester Bestandteil von Infrastrukturentscheidungen. Deshalb haben wir die Integration von Environmental Product Declarations deutlich erweitert. Neu ist vor allem die standardisierte Abbildung von Herkunfts- und Regionsinformationen sowie die Differenzierung der Datenbasis, etwa ob Daten vom Hersteller oder aus eigenen Messungen stammen.
Das erhöht die Transparenz und Vergleichbarkeit erheblich und schafft eine belastbare Grundlage für Audits, Compliance-Anforderungen und strategische Entscheidungen.
Wie verbessert das Release den Zugang zu Produktwissen?
Bernd Pratschke:
Mit dem FNT Assistant haben wir einen neuen, KI-gestützten Zugang zu Produktwissen geschaffen. Anwender können Fragen in natürlicher Sprache auf Deutsch oder Englisch stellen und erhalten direkt passende Antworten.
Der Assistant greift auf eine breite Wissensbasis zu, darunter etwa Dokumentationen oder Trainingsmaterialien, und stellt diese kontextbezogen bereit. Dadurch sinkt der Rechercheaufwand deutlich und es wird einfacher, Funktionen schnell zu verstehen und effizient einzusetzen.
Welche Neuerungen gibt es bei der Anpassbarkeit?
Bernd Pratschke:
Hier haben wir mehrere wichtige Verbesserungen umgesetzt. Eine zentrale Neuerung ist die Reset-Funktion für Templates, mit der sich individuelle Anpassungen jederzeit auf eine stabile Ausgangsbasis zurücksetzen lassen. Darüber hinaus ermöglichen neue Funktionen wie dynamische, abhängige Dropdown-Menüs die Konfiguration komplexer Logiken direkt über die Benutzeroberfläche, ganz ohne Programmierung.
Zusätzlich können Konfigurationen zwischen Systemen exportiert und importiert werden. Das erleichtert die Übertragung getesteter Setups und reduziert manuellen Aufwand erheblich. Insgesamt wird die Anpassung an individuelle Anforderungen deutlich einfacher, schneller und weniger fehleranfällig.
Welche Fortschritte gibt es bei der Cloud Readiness?
Bernd Pratschke:
Wir haben die Grundlage geschaffen, FNT Command vollständig in modernen Cloud-Umgebungen zu betreiben. Das System kann jetzt innerhalb von Kubernetes-basierten Umgebungen laufen und unterstützt damit ein standardisiertes, zukunftsfähiges Betriebsmodell. Das beschleunigt Rollouts sowie die Einführung neuer Systeme.
Die Releases von FNT Command und FNT GeoMaps hängen eng zusammen. Was sind die wichtigsten Erweiterungen von GeoMaps?
Stefanie Siegel:
Im GeoMaps-Umfeld haben wir gezielt Funktionen erweitert, die die tägliche Nutzung vereinfachen und die Sicherheit stärken.
GeoMaps ist jetzt offline-fähig: Anwender arbeiten damit auch dann unterbrechungsfrei, wenn keine Netzwerkverbindung verfügbar ist. Das deckt zwei konkrete Szenarien ab: den Betrieb in vollständig abgeschotteten Systemumgebungen sowie die Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit bei einem Internetausfall. Abgerundet wird das durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung über LDAP-basiertes Identity Management, die das Risiko unautorisierter Zugriffe strukturell minimiert.
Auf der Systemseite haben wir einen Health Check eingeführt, der GeoMaps Server, ArcGIS-Komponenten und Command gemeinsam prüft. Das gibt Administratoren erstmals einen konsolidierten Blick bei der Analyse übergreifend über die gesamte Systemlandschaft und verkürzt die Zeit, die für Fehleranalyse und Behebung benötigt wird.
Auf der Bedienungsseite schließen wir eine Lücke, die Anwender seit Längerem beschäftigt: Kundenspezifische Attribute von Rohren lassen sich ab sofort direkt in GeoMaps einsehen. Relevante Informationen sind damit genau dort verfügbar, wo die Arbeit stattfindet.
Fazit
FNT Command 14.6 adressiert zentrale Herausforderungen moderner Infrastrukturen: fragmentierte Daten, steigende Komplexität und wachsende Anforderungen an Transparenz und Compliance.
Das Release verbessert nicht nur die Sichtbarkeit von Infrastrukturinformationen, sondern macht sie auch gezielt nutzbar, sowohl im Betrieb, als auch in der Planung und in strategischen Entscheidungen.
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